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Abschlussarbeiten

 

Wir bieten die Betreuung von Master- und Bachelorarbeiten zu sozial-kognitiven Themen, insbesondere im Bereich der Konsumentenpsychologie an. Die Themen sind so konzipiert, dass  die Bearbeitung in der jeweils vorgegebenen Zeit (ab Themenfestlegung) möglich ist. Prinzipiell sind wir offen für Themenvorschläge von Ihrer Seite.

Wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Betreuer, wenn Sie sich für eines der angebotenen Themen interessieren.

Folgende Themen bieten wir von unserer Seite derzeit an:





1) Pragmatische Persuasion: wie werden Produkt Claims interpretiert?
Zu diesem Thema stehen verschiedene Designs und konkrete Fragestellungen zur Auswahl.
Literatur: Wänke, M. & Reutner, L. (2010). Pragmatic Persuasion or the Persuasion Paradox. In J. Forgas, W. Crano & J. Cooper (Eds.) Attitudes & Attitude Change. Psychology Press. Pp 183-198

2) Einflüsse der Aktivierung des Konzepts Geld auf Informationsverarbeitung, Urteile und Verhalten (gemeinsam mit Johannes Schuler)
Bisherige Forschung zeigt, dass die mentale Aktivierung des Konzepts „Geld“ den Denkstil und damit Urteile und Entscheidungen beeinflusst. In den geplanten Arbeiten geht es darum, zu untersuchen, inwieweit diese Einflüsse von der individuellen Bedeutung von Geld moderiert werden.

3) Authentizität und Glaubwürdigkeit von Politikern
Welche Inferenzen ziehen Wähler aus dem Aussehen von Politikern? Wir konnten zeigen, dass politische Einstellungen von Politikern gut anhand von Fotos erkannt werden können (Samochowiec, Wànke & Fiedler, 2010). Geplante Studien sollen erforschen, inwiefern das Zusammenspiel von inhaltlichen Äusserungen, Parteienzugehörigkeit und Aussehen die Glaubwürdigkeit beeinflusst.

4) Vergleichsrichtungseffekte
Ob man A mit B oder B mit A vergleicht, ist keineswegs identisch. Die Vergleichsrichtung beeinflusst das Ergebnis der Vergleichsurteile. Diese Prozesse sind vielfältig belegt. Welche Variablen moderieren Vergleichsrichtungseffekte? Mögliche Einflüsse: Position rechts oder links, Construal Level u.a.

5) Konversationsnormen
Konversationsnormen spielen eine wichtige Rolle in der Kommunikation, sowohl beim Verstehen als auch bei der Produktion. Vielfältige Effekte sind dazu in der Literatur belegt. Es ist ebenfalls anzunehmen, dass menschen sich hinsichtlich ihrer Sensibilität und Berücksichtigung von Konversationsnormen unterscheiden, aber welche Variablen dies beeinflussen ist bislang kaum untersucht. Ein mögliches Forschungsdesign könnte bisherige Ergebnisse replizieren und gleichzeitig mögliche Moderatoren erheben.
Literatur: Wänke, M. (2007). What is said and what is meant: Conversational implicatures in natural conversations, research settings, media and advertising. In K. Fiedler (ed.) Frontiers in Social Psychology: Social Communication. Psychology Press. S. 223-256


Dr. Tobias Vogel

1) Der Einfluss von Suchstrategien auf die Herstellerbewertung beim Online-Shopping
Onlineshops haben die Fußgängerzonen geleert. Filter-, Such- und Sortierfunktionen sorgen für bequeme, maximale Vergleichbarkeit der Produkte. Allerdings birgt die virtuelle Welt auch Gefahren. In einer Abschlussarbeit soll untersucht werden, welche systematischen Fehlurteile über Produktqualität durch das Suchverhalten in Onlineshops erzeugt werden.  Das Thema richtet sich insbesondere an Studierende mit ausgrepägtem Interesse an konsumentenpsychologischen Fragestellungen.

2) Bloß keine abgefahrenen Autos: Wie werden ästhetische Präferenzen erlernt?
Menschen zeigen eine Präferenz für Prototypen: Typische Exemplare einer Kategorie, seien es Gesichter von Menschen oder Geländewägen - werden als positiver empfunden als außergewöhnliche Exemplare. In dieser Arbeit soll ergründet werden, welcher Mechanismus dahinter steckt, und unter welchen Bedingungen dieser Effekt kippt. Das Thema richtet sich insbesondere an Studierende mit ausgrepägtem Interesse an sozial-kognitiven oder konsumentenpsychologischen Fragestellungen.

3) Schicke Kampagnen und glaubwürdige Kampagnen
Kampagnen entfalten ihre Wirkung sowohl über Inhalte als auch ästhetische Aspekte. In beiden Fällen ist Verarbeitungsflüssigkeit (Fluency) eine bedeutende Komponente - flüssige Designs sind ästhetiischer, flüssige Aussagen glaubwürdiger. In einer Bachelorarbeit soll untersucht werden, ob es die gleichen oder unterschiedliche Faktoren sind, die sich auf ästhetisches Empfinden bzw. Glauben in die Richtigkeit auswirken. Die Arbeit ist Teil eines Kooperationsprojekts mit Dr. Rita Silva (Universität zu Köln). 

4) Zusammenspiel von Bild- und Nachricht in der Werbung

Während die Persuasionsforschung den Einfluss von Texten sehr prominent verfolgt, ist das Zusammenspiel mit (un)passendem Bildmateriall veergleichsweise stiefmütterlich behandelt. In dieser Arbeit soll basierend auf sozial-kognitiven Befunden zu Bildverarbeitung untersucht werden, welche Kombination aus Bild und Text besonders erfolgreich sind. Das Thema richtet sich an Interessierte in den Bereichen Sozial- und Konsumentenpsychologie.

M. Sc. Igor Ivanov

1) Politische Wahrnehmung - Moderatoren
Es konnte gezeigt werden, dass die politischen Einstellungen von Politikern alleine anhand von Fotos gut erkannt werden können (Samochowiec, Wänke & Fiedler, 2010). Dabei werden aber regelmäßig einige Politiker falsch eingeschätzt, während andere „ihrem“ politischen Lager zuverlässig zugeordnet werden. Ist der Kontext, in dem sich der Politiker befindet wichtig für seine Kategorisierung?
- Welche Cues führen die Leute in die Irre?
- Kann man „üben“ Politiker zu erkennen?
- Gibt es Reihenfolgeneffekte?

2) Politische Wahrnehmung - Weibliche Politiker
Nicht nur können die politischen Einstellungen von Politikern von deren Fotos abgeleitet werden (Samochowiec, Wänke & Fiedler, 2010), auch werden Inferenzen gezogen über verschiedene Eigenschaften (z.B. wie sympathisch man den gezeigten Politiker findet). Neueste Befunde zeigen, dass es Frauen in der Politik aufgrund von ungünstigen Stereotypen schwer haben können (Schneider & Bos, 2014).
- Gibt es Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Politikern bezüglich der abgeleiteten Eigenschaften?
- Wird die politische Einstellung von weiblichen Politikern besser oder schlechter erkannt, als die ihrer männlichen Kollegen?

3) „Wäre Cleopatras Nase nicht so spitz gewesen, hätte das die Weltgeschichte geändert!“
Haben Politiker es leichter, die so aussehen als würden Sie zu ihrer Partei passen? Kommen nur die weiter, die den richtigen „look“ haben?
- Werden Politiker auf höheren Ebenen (Studierendenparlament vs. Bundestag) einander ähnlicher?
- Welches Foto eines Politikers würde man auf ein Wahlplakat drucken?


Dipl. Psych. Johannes Schuler

auf Anfrage


M. Sc. Flora Peták

1) Politics in your face: Präferenzen bei unbekannten Politikern
Bisherige Forschung zeigt, dass Manschen die politische Einstellung von Kandidaten oft bereits durch ihr Aussehen erkennen können (Samochowiec, Wänke & Fiedler, 2010). In einer nächsten Studie soll untersucht werden, wie gut politische Einstellungen der Person ihre Präferenzen für Kandidaten anhand von deren Aussehen vorhersagen können.

2) Death goes to the polls: Effekte von Mortalitätssalienz auf politische Präferenzen 
Es gibt bisher unterschiedliche Befunde dazu, wie Gedanken an den Tod politische Einstellungen beeinflussen (Burke, Kosloff, & Landau, 2011). Es wurde z.B. untersucht, ob Mortalitätssalienz Präferenzen für Präsidentenkandidaten (Obama vs. Romney) beeinflussen kann (Sterling, Jost et al, 2016). In dieser Studie soll untersucht werden, wie es sich bei Politikern verhält, über die weniger Information zur Verfügung steht.